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:: TANZARTEN
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Nachfolgend stelle ich Ihnen einige Tänze vor, bei welchen man paarweise auf der Tanzfläche unterwegs ist.
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Unterschieden wird bei diesen Tänzen zwischen “Standardtänzen” und Lateinamerikanischen Tänzen”.
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In den Beschreibungen der unterschiedlichen Tänze werden Sie öfters die Abkürzung TPM bzw. BPM finden.
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Damit Sie wissen, was sich dahinter verbirgt, möchte ich dies vorab noch erläutern:
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TPM = Takte pro Minute
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Dies ist das in deutschsprachigen Ländern bevorzugt verwendete Tempomaß für Tanzmusik.
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BPM = Beats per Minute
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BPM sind also die Schläge pro Minute und ist eine andere Bezeichnung für das Maß MM (“Mälzels Metronom”).
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Gemeint ist damit in der Regel die Anzahl der Viertel-Noten oder betonten Beats pro Minute.
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WIENER WALZER (Standardtanz):
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Der Wiener Walzer ist der älteste Gesellschaftstanz. Er ist als einer der fünf Standardtänzen weltweit auf jedem Standard-Turnier als Turniertanz vertreten. Zunächst wurde er sehr schnell getanzt und bekam erst im Laufe des 19. Jahrhunderts die heutige “schwebende” Form. Offizielle Akzeptanz und sogar Beliebtheit gewann er durch den Wiener Kongress 1814/15. Ab dem Jahre 1920 begann in Deutschland jedoch aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen und internationaler Einflüsse das Walzersterben. Erst im Jahre 1932 tanzte man den Wiener Walzer wieder auf Turnieren. In das Welttanzprogramm wurde er 1963 aufgenommen.
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Es gibt weltweit zwei verschiedene Arten des Wiener Walzers - den internationalen und den amerikanischen Stil. Im modernen Turniergeschehen ist weltweit der internationale Wiener Walzer ausschlaggebend.
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Die hohe Geschwindigkeit und die ständige Drehbewegung machen den Walzer zu einem sehr anstrengenden Tanz. Das Tanzpaar bewegt sich gegen den Uhrzeigersinn um die Tanzfläche. Als offiziell zugelassene Turnierfiguren des internationalen Stils gelten lediglich die Rechtsdrehung (Natural Turn), die Linksdrehung (Reverse Turn) und geschlossene Wechsel (Closed Change). Der amerikanische Stil beinhaltet darüber hinaus z.B. auch offene Figuren außerhalb der gewöhnlichen Tanzhaltung.
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Der Wiener Walzer basiert auf dem 3/4-Takt. Alternativ kann der Wiener Walzer auch auf einen 6/8-Takt getanzt werden.
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Der Wiener Walzer ist mit ungefähr 60 TPM doppelt so schnell wie der Langsame Walzer. Auf Bällen nimmt der Wiener Walzer eine Sonderstellung ein: In Österreich wird mit dem Walzer “An der schönen blauen Donau” traditionell das Neue Jahr begrüsst und er ist auf vielen Hochzeiten der Tanz des Brautpaares. Natürlich darf er bei dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker genauso wenig fehlen, wie bei dem legendären Wiener Opernball.
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Taktart: 3/4-Takt bzw. 6/8-Takt
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Tempo: 58-60 TPM bzw. 174-180 BPM
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Herkunft: Österreich
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Entstehungszeit: ~1770
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LANGSAMER WALZER (Standardtanz):
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Der Langsame Walzer ist ein Gesellschafts- und Turniertanz im 3/4-Takt. Er ist einer der klassischen Standardtänze und wird normalerweise bei ca. 30 TPM getanzt. Der Langsame Walzer entwickelte sich um 1920 in England. Aufgrund seiner Herkunft wird er auch “English Waltz” genannt.
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Der Langsame Walzer ist seit 1963 Bestandteil des Welttanzprogramms. Er gilt als der harmonischste Standardtanz und wird häufig zur Eröffnung einer Tanzveranstaltung getanzt.
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Wichtig beim Langsamen Walzer ist der Schwung. Er wird auf dem zweiten Teil des ersten Taktschlags aufgebaut und dann auf “zwei, drei” sanft abgebremst. Weiterhin gibt es das sogenannte “Heben und Senken” (“Rise and Fall”). Hierbei wird der Körper durch das Beugen der Knie vor dem ersten Schlag abgesenkt und beim zweiten und dritten Schlag werden die Knie wieder gestreckt und man steht auf den Fußballen.
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Taktart: 3/4-Takt
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Tempo: 28-30 TPM bzw. 84-90 BPM
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Herkunft: England
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Entstehungszeit: ~1920
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TANGO (Standardtanz):
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Der Tango ist ein Gesellschafts- und Turniertanz und er ist seit 1963 einer der fünf Standardtänze des Welttanzprogramms. Der Tango (auch “Internationaler Tango” genannt) darf nicht verwechselt werden mit “Tango Argentino”. Denn es handelt sich hierbei um zwei verschiedene Tänze.
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Der “Internationale Tango” entstand um 1910 in Europa. Von 1958-1960 wurde er in Deutschland zu den Lateinamerikanischen Tänzen gerechnet. Er wird als “feurig” und “leidenschaftlich” charakterisiert. Ursache für diese subjekte Empfindung sind die abrupten Wechsel von Tempo und Bewegungsform: Lange, schleichende Gehschritte wechseln sich mit kleinen, zackigen Schritten ab. Ebenso wird ein Wechsel zwischen fliessenden und abgehackten Bewegungen vollzogen und auch das ruhige Dahingleiten der Oberkörper bilden einen Gegenpol zu den ruckartigen Drehungen der Köpfe.
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Die Musik des “Internationalen Tangos” enthält deutlich erkennbare europäische Einflüsse: Sie ist mit einfacher Staccato-Percussion unterlegt und wird mit kurzen Trommelwirbeln durchsetzt; die Musik klingt “hart” und “aggresiv”. Die Geschwindigkeit der Musik bei Tanzturnieren ist vom jeweiligen Land und Turnierverband abhängig. Generell gilt, dass Tango bei einer Geschwindigkeit von 31-33 TPM getanzt wird.
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Taktart: 2/4-Takt
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Tempo: 31-33 TPM bzw. 124-132 BPM
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Herkunft: Argentinien
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Entstehungszeit: ~1970
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FOXTROTT (Standardtanz):
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Der Foxtrott ist ein Gesellschaftstanz und wurde 1963 ins Welttanzprogramm aufgenommen. Entstanden ist er zwischen 1910 und 1915 in Nordamerika. Sowohl die tänzerischen Wurzeln als auch die Herkunft des Namens sind nicht eindeutig zu bestimmen, da sich hier zahlreiche Quellen deutlich widersprechen.
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Nach Europa kam der Foxtrott erst nach dem Ersten Weltkrieg. Seit 1924 unterscheidet man zwischen der langsamen Variante, dem “Slowfox” sowie dem schnelleren “Quickstep”.
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Während Slowfox und Quickstep technisch sehr anspruchsvoll sind, ist der Foxtrott recht unbedarft. Die Schritte werden normal gesetzt - besondere Körperhaltungen, Posen oder schwierige Figuren sind nicht vorgesehen. Einzig das “Auf-und-ab-Hüpfen” - vor allem des Kopfes bei den schnellen Seitschritten - gilt es zu vermeiden. Der Foxtrott ist im Grunde ein abgemagerter Quickstep.
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Der Foxtrott wird traditionell auf Popmusik getanzt, ist aber in Tanzschulen besonders deswegen beliebt, weil er sich auch gut auf zeitgemässere HipHop-Musik tanzen lässt.
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Taktart: 4/4-Takt
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Tempo: beliebig
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Herkunft: USA
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Entstehungszeit: ~1910
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QUICKSTEP (Standardtanz):
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Der Quickstep ist ein Standardtanz und hat sich aus Foxtrott und Onestep entwickelt. Aus der ursprünglichen Benennung “Quick Foxtrott and Onestep” wurde der Mittelteil gestrichen und die Bezeichnung “Quickstep” etablierte sich. Der Quickstep wird statt mit zwei langen und zwei kurzen Schritten (wie beim Foxtrott), mit einem langen Schritt und einem Chassé getanzt und ist daher in seiner Bewegung fliessender, als der Foxtrott. Er soll überquellende Lebensfreude ausdrücken und ist nach der Turnier- und Sportordnung (TSO) der letzte der fünf Standardtänzen in Turnieren. Er wird von Tänzern auch als “Champagner unter den Tänzen” bezeichnet, um das spritzige und freudige des Tanzes zu charakterisieren.
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Die Technik des Quicksteps ist der des Langsamen Walzers recht ähnlich, vor allem beim Heben und Senken. Allerdings fallen die Phasen des Hebens und Senkens durch die Geschwindigkeit der Musik schneller aus, als beim Langsamen Walzer. Wird ein Schritt zum Heben verwendet, so wird der Fuß von der Ferse bis zum Ballen abgerollt, dabei werden die Knie jedoch nicht gestreckt. Beim Senken verfährt man entgegengesetzt, vom angesetzten Ballen wird das Gewicht auf den ganze Fuß übertragen. Die hoch getanzten Schritte werden mit gestrecktem Fuß, aber trotzdem leicht gebeugtem Knie ausgeführt.
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Taktart: 4/4-Takt
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Tempo: 50-52 TPM bzw. 200-208 BPM
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Herkunft: USA
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Entstehungszeit: 20. Jahrhundert
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SLOWFOX (Standardtanz):
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Der Slowfox ist ein typisch englischer Standardtanz, der im 20. Jahrhundert in England aus dem Foxtrott entstand. Der Name “Slowfox” ist vor allem im deutschen Sprachraum gebräuchlich - International wird die Bezeichnung “Slow Foxtrott” bevorzugt. Er wird charakterisiert durch fliessende raumgreifende weiche Bewegungen. Es wird gesagt, dass man beim Slowfox eine volle Tasse auf den Kopf der Dame stellen können muss, ohne dass ein Tropfen verschüttet wird. Charakteristisch ist die sehr ruhige und angespannte Haltung. Der Slowfox wird mit 27-29 TPM auf Musik im 4/4-Takt getanzt. Die Schritte werden in “slow-quick-quick” Folge gesetzt. Der langsame Schritt erstreckt sich über die ersten beiden Schläge (halber Takt), die schnellen dauern je eine Schlag (viertel Takt). Wegen der technischen Herausforderung, trotz der unterschiedlich schnellen Schritte eine extrem gleichmässige Bewegung zu tanzen, gilt der Slowfox zu Recht als der König unter den Standardtänzen.
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Taktart: 4/4-Takt
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Tempo: 27-29 TPM bzw. 108-116 BPM
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Herkunft: England
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Entstehungszeit: 20. Jahrhundert
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CHA-CHA-CHA (Lateinamerikanischer Tanz):
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Der Cha-Cha-Cha ist ein moderner Gesellschaftstanz kubanischen Ursprungs. Entstanden ist der Cha-Cha-Cha in den 1950er Jahren und die ursprüngliche kubanische Form unterscheidet sich in Technik und Figurenrepertoire stark vom heutigen Turniertanz.
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Der Cha-Cha-Cah avancierte in den USA schnell zum Modetanz und wurde Mitte der 1950er Jahre nach Deutschland gebracht. 1957 hielt er Einzug auf einem Kongress des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes und war als technisch einfachere Art des Mambo höchst willkommen. Seit 1961 gehört er zu den Lateinamerikanischen Tänzen des Welttanzprogramms.
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Der Cha-Cha-Cha wird normalerweise bei 32 TPM getanzt, kann aber von 30-24 TPM variieren. Als Musik kommt die klassische lateinamerikanische Musik, moderne Popmusik (die nicht unbedingt lateinamerikanisch orientiert sein muss), sowie die Latin-Rock-Richtung in Frage.
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Taktart: 4/4-Takt
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Tempo: 30-34 TPM bzw. 120-136 BPM
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Herkunft: Kuba
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Entstehungszeit: ~1951
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RUMBA (Lateinamerikanischer Tanz):
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Die Rumba ist ein erotischer Werbetanz aus Kuba. Sie ist ein offener Paartanz, mit zum Teil komplizierten Tanzfiguren, welche mit den charakteristischen Hüft- und Beckenbewegungen auf afrikanische Traditionen zurückgehen.
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Als Modetanz kam die Rumba erstmals 1914 in New York auf. Rhythmisch vereinfacht gelangte sie Anfang der 1930er Jahre auch nach Europa. Die Nationalsozialisten verboten die Rumba als entartete Kunst, aber auch in anderen Ländern ließ das Interesse nach. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rumba wieder entdeckt, allerdings in zwei vollkommen unterschiedlichen Variationen. Zum einen die amerikanisch beeinflusste “Square- oder Carrée-Rumba”, zum anderen die propagierte “Rumba im kubanischen Stil”. Dies führte in den Jahren 1956-1958 und 1961-1963 zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen England und Frankreich (den sogenannten “Rumbakriegen”) bei denen beide Schulen “ihre” Rumba international etablieren wollten. Man einigte sich schliesslich darauf, beide Varianten zuzulassen. So wurde die langsame Rumba unter dem Namen “Square-Rumba” in das Welttanzprogramm und die schwierigere “Kubanische Rumba” 1964 ins Turniertanz-Programm aufgenommen. Im internationalen Tanzsport hat sich mitterweile der kubanische Stil durchgesetzt.
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Bei der Rumba sind für den Einzelnen die kreisenden Hüftbewegungen sehr wichtig, als Paar das Zusammenspiel. Bei der Rumba verschmilzt das Paar auf dem Parkett durch die Musik zu einer Einheit. Die Dame spielt den “arroganten” dominanten Part - sie lässt den Herrn einmal in ihre Nähe und lässt ihn dann sofort wieder “abblitzen”. Der Herr holt die Dame mal an sich heran, als wolle er sie auf der Stelle verführen, stösst sie dann aber unter sichtbaren Schmerzen von sich. Die Vorstellung einer “getanzten Liebeserklärung” verdeutlicht die unterdrückte Leidenschaft, die dieser Tanz ausstrahlen soll wesentlich besser als die häufig genutzte Bezeichnung “Liebestanz”. Die Betrachtung des Ganzen umfasst natürlich nicht nur die Füsse, auch Hand-/Armhaltung, Körpersprache und Mimik sind wichtig.
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Durch die langsame Musik kann der Tänzer seinen Körper “kneten”, wobei auch schnelle Aktionen zur Akzentuierung getanzt werden.
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Taktart: 4/4-Takt
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Tempo: ca. 28 TPM bzw. ca. 112 BPM
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Herkunft: Kuba
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Entstehungszeit: 19. Jahrhundert
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SAMBA (Lateinarmerikanischer Tanz):
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Der Samba (in Deutschland auch “die Samba”) ist ein Gesellschafts- und Turniertanz im 2/4-Takt. Ursprünglich ist “Samba” ein Sammelname für viele Tanzformen, die im 19. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven aus dem Kongo, dem Sudan und Angola in ihre neue Heimat Brasilien gebracht wurden. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte die Samba zum festen Bestandteil einer jeden Tanzkapelle. Um 1948/49 erreichte die Samba in einer sehr vereinfachten Form große Popularität. Die Tanzschulen nahmen die Samba mit Erfolg in ihr Programm auf. 1959 wurde die Samba in das Turnierprogramm der Lateinamerikanischen Tänze aufgenommen.
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Der ursprünglich aus der afrobrasilianischen Musik stammende Musik- und Tanzstil gehört in seiner europäischen Variante zu den fünf Lateinamerikanischen Tänzen und hat kaum noch etwas mit der ursprünglichen brasilianischen Tanzform gemein. Typisch für die Samba sind deutlich, schnelle Hüftbewegungen und das “Bouncen” genannte komplexe Auf-und-Ab des Unterkörpers.
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Die Samba wird für gewöhnlich bei einem Tempo von 50-53 TPM getanzt. Der Grundrhythmus wird mit dem englischsprachigen Zählmass one-a-two bezeichnet. Dabei besteht ein 2/4-Takt aus drei Schritten.
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Taktart: 2/4-Takt
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Tempo: 46-68 TPM bzw. 184-272 BPM
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Herkunft: Brasilien
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Entstehungszeit: 20. Jahrhundert
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JIVE (Lateinamerikanischer Tanz):
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Der Jive ist ein Gesellschafts- und Turniertanz im 4/4-Takt. Auf Turnieren wird er bei 44 TPM getanzt, ansonsten gibt es ihn auch bei 32-40 TPM.
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Jive ist eine Bezeichnung für einen Tanz, der vielfältige verwandte Vorläufer afroamerikanischen Ursprungs hat. Dazu gehört zu Beginn der 1930er Jahre Blues Swing, in den 1940er der Boogie-Woogie, gefolgt vom Rock ‘n Roll in den 1950ern. Englische Tanzlehrer entwickelten, mit etwas langsamerer Musik, den eleganten und doch lebendigen Jive. 1968 wurde er als fünfter Turniertanz zu den Lateinamerikanischen Tänzen aufgenommen - seit 1967 gehört der Jive zum Welttanzprogramm.
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Der Jive bringt robuste Lebensfreude zum Ausdruck. Die Schritte im Jive werden über den Ballen angesetzt und zwar über die Innenkanten des Fusses. Wegen der vielen Figuren wird der Jive häufig in der offenen Tanzhaltung getanzt. Aus diesem Grund gibt der Herr meist die linke und die Dame die rechte Hand. Charakteristisch sind die offenen Figuren für die Dame. Eine enge Verwandtschaft besteht zum Boogie-Woogie und zum Rock ‘n Roll.
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Taktart: 4/4-Takt
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Tempo: 32-44 TPM bzw. 128-176 BPM
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Herkunft: USA
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Entstehungszeit: 20. Jahrhundert
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PASO DOBLE (Lateinamerikanischer Tanz):
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Der Paso Doble ist ein spanischer Tanz, wird aber traditionellerweise den Latein- und Nordamerikanischen Tänzen zugeordnet. Er entstand im 19. Jahrhundert in Spanien und wird seit 1919 getanzt. Seit 1945 ist er Turniertanz und seit 1963 im Welttanzprogramm enthalten. Der Paso Doble ist ein progressiver Tanz, das heisst man bewegt sich während des Tanzens durch den Saal. Er ist der schnellste der im Welttanzprogramm vorhandenen Lateintänze.
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Wörtlich übersetzt heißt Paso Doble “Doppelschritt”. Es ist ein einfacher spanischer Paartanz mit einem einfachen Schrittmaterial auf Marschmusik. Die Musik ist aus Elementen des Fandango und des Flamenco angereichert. Der Flamenco-Stil bildete sich im 19. Jahrhundert heraus.
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Unter dem Paso Doble versteht man die tänzerische Interpretation des Stierkampfes. Der Herr tanzt den Torero, die Dame stellt das rote Tuch (Muleta oder Capa genannt) dar. Der Tanz wurde in Paris in den zwanziger Jahren choreografiert, daher die französischen Figurennamen. Heute ist der Paso Doble in Mitteleuropa in den Hintergrund gedrängt worden. Er ist zwar seit 1945 Turniertanz, ist jedoch in der Öffentlichkeit eher dürftig vertreten.
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Der Tanz wird mit erhobenem, stolzen Haupt getanzt und das Becken nach vorne gedehnt. Es werden weder Hüften noch klassische Rumbawalks mit der Zehenspitze voraus getanzt - sondern die Schritte werden mit der Ferse angesetzt, was auch “marschieren” genannt wird. Die Ellenbogen und das Kinn müssen hochgehalten und es muss eine hohe Körperspannung gehalten werden.
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Als Tanzmusik wird er heute im 2/4-Takt gebraucht. Das Tempo beträgt etwa 58-62 TPM. Bei Turnieren tanzt man 60-62 TPM. Die Tanzhaltung des Paso Doble ist eine Ausnahme in den Lateinamerikanischen Tänzen. Durch ein leicht vorwärts gekipptes Becken bekommt man im Oberkörper eine leichte Krümmung und erreicht damit Körperkontakt.
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Tanktart: 2/4-Takt
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Tempo: 58-62 TPM bzw. 232-248 BPM
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Herkunft: Spanien
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Entstehungszeit: 19. Jahrhundert
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DISCOFOX (Sonstige Tänze):
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Der Discofox ist ein Gesellschaftstanz. Er ging aus dem Foxtrott hervor, als um 1973 frei improvisierende Discotänzer zur Tanzhaltung zurückkehrten und den klassischen Foxtrott um Elemente aus Swing, Boogie-Woogie und Two-Step bereicherten. Dabei entstand in den USA der Hustle (auch Hussle) und in Europa der Discofox. Er wurde 1979 in das Welttanzprogramm aufgenommen. Erste Turniere wurden Ende der 1980er Jahre in der Schweiz ausgetragen. 1992 fand die erste Discofox-Weltmeisterschaft in Basel statt - organisiert wurde sie von der Internationalen Dance Organisation. Erst acht Jahre später folgte die zweite Weltmeisterschaft in Miami - seitdem jedoch werden Europa- und Weltmeisterschaften jährlich durchgeführt. Der Discofox ist eine Fusion vieler verschiedener Elemente aus anderen Tänzen, weshalb er keine eigenen technischen Elemente entwickelt, sondern aus denen anderer Tänze besteht. So kombiniert er die aus dem Foxtrott abgeleiteten Schrittmuster mit der klassischen Tanzhaltung, der Improvisationsfreiheit des Swing, den Drehtechniken der Lateinamerikanischen Tänze, den Wickelfiguren der Salsa und den akrobatischen Figuren des Rock ‘n Roll und Boogie-Woogie.
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Der Discofox basiert auf dem 4/4-Takt, wobei jedoch der Takt nicht als Ganzes, sondern die Beats einzeln gezählt werden. Als Musik eignet sich prinzipiell jede Form der Tanzmusik mit regelmässigem 4/4 Rhythmus und einer Geschwindigkeit von ca. 30 TPM. Insbesondere wird aktuelle Tanzmusik der Discos, d.h. Popmusik und Spielarten des Techno, verwendet.
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Taktart: 4/4-Takt oder 2/4-Takt
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Tempo: schnell ~30-36 TPM / langsam ~20-30 TPM
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Herkunft: Der Hustle in den USA / Der Discofox in Deutschland und Schweiz
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Entstehungszeit: 1973
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